Wird sich Bitcoin wieder erholen? Warum der Schmerz 2022 anders als alles zuvor ist

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Wird sich Bitcoin wieder erholen? Warum der Schmerz 2022 anders als alles zuvor ist

By Onose Enaholo - Min. gelesen
Aktualisiert 26 Januar 2023

Wichtigste Punkte

  • Bitcoin hat das Jahr mit – 64 % abgeschlossen, dem schlechtesten Jahr seit 2018
  • Dieser Bärenmarkt ist anders, da sich zum ersten Mal in der Existenz von Bitcoin auch die Gesamtwirtschaft zurückzieht
  • Die Korrelation von Bitcoin mit dem Aktienmarkt ist extrem hoch, was beweist, dass es wie ein risikoreicher Vermögenswert gehandelt wird
  • Fans hoffen, dass diese Verbindung unterbrochen werden kann, aber derzeit stellt sie ein entmutigendes Makroklima für Bitcoin dar, das nicht überraschend zu einem Preissturz im letzten Jahr geführt hat

Kryptowährungsanleger werden froh sein, das 2022 vorbei ist.

Die Preise der gesamten Anlageklasse brachen ein, als die Welt in ein neues Zinsparadigma überging und die Ära des billigen Geldes mit niedrigen Zinsen offiziell vorbei war. Risikoanlagen wurden vernichtet, und es gibt nur wenige Anlagen, die im Risikospektrum weiter draußen liegen als Kryptowährungen.

Betrachtet man Bitcoin, schloss die weltweit führende Kryptowährung das Jahr bei 16.547 $, verglichen mit 46.311 $, mit denen sie das Jahr startete. Das entspricht einem Rückgang von 64 %. Aber wie schlecht war die Performance historisch gesehen für einen Vermögenswert, der sowohl für explosive Gewinne als auch für klirrende Verluste berüchtigt ist?

2022 das zweitschlechteste Jahr für Bitcoin

Ein Blick auf die jährlichen Renditen seit 2011, dem ersten Jahr, in dem ausreichend Liquiditäts- und Preisdaten verfügbar waren, zeigt, dass der Rückgang von Bitcoin um 64 % in diesem Jahr die zweitschlechteste Zahl war, nur hinter dem Rückgang von 72 % im Jahr 2018. Letzteres geschah nach einem Anstieg auf 20.000 $ Ende 2017, als der Bitcoin zum ersten Mal wirklich ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gelangte.

Vor diesem Hintergrund zeigen die Zahlen, dass 2022 nur ein weiteres Jahr sein könnte, oder? Bitcoin ist schon viele Male zuvor gefallen und hat sich immer wieder erholt. Leider gibt es diesmal einen Haken.

Bitcoin erlebt zum ersten Mal überhaupt eine Rezession

Satoshi Nakamoto veröffentlichte das Bitcoin-Whitepaper im Jahr 2008 nach der Großen Finanzkrise. In den Genesis-Block ist ein Hinweis auf die britische Zeitung The Times eingelassen: „The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks.“

Beim ersten Handel im Jahr 2009 wurde Bitcoin daher in dieses Nachkrisenumfeld getrieben, ein Klima von Nullzinsen (oder sogar Negativzinsen), einem warmen Gelddrucker und explosiven Renditen bei Risikoanlagen. Ein kurzer Blick auf die Aktienmarktrenditen seit der Einführung von Bitcoin zeigt, dass bis zu diesem Jahr alles glatt gelaufen war.

Und so erlebt Bitcoin zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Rückzug in der Gesamtwirtschaft. Der Gelddrucker wurde abgeschaltet und die Zinssätze wurden angehoben, wobei der Bundesfondssatz jetzt 4,25 % – 4,5 % beträgt.

Dies ist von entscheidender Bedeutung, denn entgegen dem, was einige Bitcoin-Evangelikale argumentieren mögen, wird Bitcoin als hochriskantes Gut gehandelt. Die Preisdaten beweisen dies einfach ohne Zweifel, da ihre Korrelation mit dem S&P 500 himmelhoch ist – und erst letztes Jahr gestiegen ist, nachdem die Zinssätze im April 2022 angehoben wurden, wie ich in diesem Artikel geschrieben und gezeigt habe auf der Grafik unten.

Frühere Bärenmärkte sind nicht dasselbe

Aus diesem Grund ist die Extrapolation früherer Bärenmarkt-Erholungen für Bitcoin naiv. Die Welt ist jetzt eine andere als zu jedem anderen Zeitpunkt in der Geschichte von Bitcoin. Der reine Freigeldmarkt konnte nicht ewig bestehen, und jetzt ist es an der Zeit, dass Bitcoin der Welt zeigt, was in ihm steckt.

Bitcoin wird oft mit Gold verglichen, aber das glänzende Metall hat über einen langen Probenraum bewiesen, dass es als Absicherung und seriöser Wertaufbewahrer angesehen werden kann, durch den Anleger ihr Vermögen bewahren können. Die Darstellung der historischen Renditen von Gold unten zeigt deutlich, dass es in Zeiten der Unsicherheit steigt. Dies ist die Art von Diagramm, das Sie sehen möchten, wenn wir in eine Rezession eintreten.

Leider wurde Bitcoin bisher mit einer überhohen Korrelation zum Aktienmarkt gehandelt. Mit der Zeit hoffen Befürworter, dass diese Verbindung unterbrochen wird. Das steht zur Debatte, aber was jetzt sicher ist, ist, dass Bitcoin so weit von einer „Hedge“ entfernt ist, wie es nur möglich sein könnte.

Wenn die US-Notenbank ihre Haltung ändert und die Zinsen nicht mehr erhöht, werden die Preise von Vermögenswerten wieder ansteigen – und diejenigen, die weiter draußen im Risikospektrum liegen, wie Tech-Aktien und Bitcoin, werden zu den großen Gewinnern gehören.

Langfristig stellt sich die Billionen-Dollar-Frage, ob diese Korrelation gebrochen werden kann und ob Bitcoin den begehrten Wertaufbewahrungsstatus erreichen kann.