Studie: 20% der Finanzinstitutionen könnten Kryptotrading dieses Jahr beginnen

Studie: 20% der Finanzinstitutionen könnten Kryptotrading dieses Jahr beginnen

By Benson Toti - Min. gelesen

Der Kryptomarkt konnte in den letzten Wochen stark steigen, wobei die genauen Gründe dafür nach wie vor ein Rätsel sind. Großinvestoren wie die Rockefellers und George Soros könnten einen Teil dazu beigetragen haben. Eine neue Studie hingegen zeigt auf, dass im Jahr 2018 20% der weltweiten Finanzinstitutionen in das Kryptowährungsgeschäft einsteigen könnten.

Wir wir bereits berichteten, könnten (unter anderem) der Einstieg der Risikokapitalfirma Venrock sowie das Investment von George Soros für einen Anstieg des Kryptomarktes gesorgt haben.

Eine aktuelle Studie, durchgeführt von Thomson Reuters, deutet daraufhin, dass dieses Jahr eine Großzahl der Finanzinstitutionen, knapp 20%, in das Kryptowährungsgeschaft einsteigen könnten. 70% der Unternehmen, die dieses Jahr einsteigen wollen, werden diesen Schritt, laut der Studie, in den nächsten 3 bis 6 Monaten gehen. Weitere 22% Planen einen längerfristigen Einstieg innerhalb eines Zeithorizonts von 6 bis 12 Monaten.

Die Umfrage wurde unter mehr als 400 Kunden in allen Handelslösungen von Thomson Reuters einschließlich Eikon, REDI und seinen FX-Plattformen durchgeführt.

Neill Penny, stellvertrender Leiter des Bereiches Handel bei Thomson Reuters, führt aus, dass der Kryptomarkt im Vergleich zum globalen Handelsmarkt nach wie vor als kleiner Nischenmarkt angesehen werden muss. Dennoch ist die Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich sichtbar (frei übersetzt):

Der Kryptowährungsmarkt ist immer noch ein relativ kleiner Teil des Handelsmarktes, aber diese Umfrage zeigt, dass dieses Nischensegment allmählich in den Mainstream der Finanzdienstleistungsbranche eintritt. Dies ist eine große Veränderung gegenüber dem Vorjahr.

Die Studie zeigt, dass die Kryptowährungsadaption allmählich voranschreitet und institutionelle Investoren in den Markt einsteigen könnten. Ob sich der Prozentsatz in der Praxis ebenfalls in dieser Größenordnung bewegen wird, sei an dieser Stelle dahingestellt.

Dennoch scheint es einen Umschwung im Kryptomarkt zu geben und der Kapitalzufluss zieht seit einigen Wochen deutlich an. Gerüchten zu Folge soll der OTC (Over-the-Counter)-Trading Desk bei Goldman Sachs, der eine Anlaufstelle für institutionelle Investoren ist, um in digitale Assets einzusteigen, ausgebaut werden.

Zwar gab die Pressepsprecherin von Goldmans Sachs in einem Interview an, dass dass Interesse der Kunden gerade untersucht wird, jedoch entbrannte vergangenen Freitag erneut eine hitzige Diskussion darüber, weil Justin Schmidt ins Unternehmen geholt wurde und die Position des Leiters der Digital Asset Abteilung antreten wird. Justin Schmidt war vorher als Vizepräsident bei Seven Eight Capital tätig und verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich des Handels von Digital Assets.

Zwar ist dies noch kein vorzeitiger Beweis, dass der OTC-Desk zeitnah direkt bei Goldman angeboten wird, jedoch deuten die derzeitigen Vorkehrungen stark auf eine zeitnahe Umsetzung hin.

Wenn dieser Tradingmarktplatz bei Goldman Sachs freigegeben wird, dann könnte zeitnah sehr schnell und in sehr großer Menge neues Kapital in den Kryptomarkt fließen. Dies sind jedoch bisher reine Spekulationen, sodass abzuwarten bleibt, welche Entwicklung wir in diesem Bereich sehen werden.

Der Kryptomarkt erfährt zum Redaktionszeitpunkt eine geringfügige Korrektur, bei der innerhalb von nur zwei Stunden knapp 28 Milliarden Dollar aus dem Markt geflossen sind. Die Marktkapitalisierung steht derzeit bei 405 Milliarden Dollar.

Die nächste Zeit wird zeigen, in welche Richtung sich der Markt entwickeln wird.

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