Auch Maryland sagt Bitcoin Betrügern den Kampf an

Auch Maryland sagt Bitcoin Betrügern den Kampf an

By Benson Toti - Min. gelesen

Mit Maryland  nimmt noch ein US-Bundesstaat Betrüger im Bereich der Kryptowährungen von Bitcoin bis Zcash ins Visier. Auch im Sinne der Anleger.

Marylands Generalbundesanwalt schlägt harten Kurs ein

Steuerlich akzeptiert ist der Bitcoin bereits in verschiedenen Bundesstaaten der USA. Ein Beispiel ist der Staat Ohio, in dem Steuerzahler seit einiger Zeit auch auf die wichtigste Kryptowährung vertrauen können. Anfang dieses Jahres berichten wir, dass erstmals ein Unternehmen Steuern in Bitcoin zahlen konnte. Für viele Beobachter sind Maßnahmen wie diese längst überfällig, denn gerade in den USA zeigen Umfragen, dass es ein Interesse für Digitalwährungen wie Ethereum oder Litecoin bei Bürgern gibt. Vor allem die Meldungen zu Facebooks Währung Libra befeuern die Begeisterung, wie aktuelle Befragungen zeigten. Nun gibt es mit Maryland von der Atlantikküste einen weiteren Staat, der sich stärker mit digitalen Währungen befassen will. Allerdings in anderer Form, als es sich mancher Anleger vielleicht vorgestellt hatte. In diesem Fall nämlich soll es um die Verfolgung von Krypto-Betrug gehen.

Erste Verfahren bereits mit Erfolg durchlaufen

Am gestrigen Tag war es eine Stellungnahme des Generalstaatsanwalts des Bundesstaates, die sich in der Kryptobranche Gehör verschaffte. Es geht darum, dass sich die Wertpapierabteilung der Staatsanwaltschaft in die Riege der Teilnehmer am Operationsteam der NASAA, der „North American Association of Securities Administrators“ einreiht. Das Team hört auch auf den Namen „Cryptosweep Operation“. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Ermittlungen rund um Programme zu ICOs zu führen und Betrug offenzulegen. Auch auf Anlagemodelle im Kontext der Kryptowelt geht es. Ein größeres gemeinsames Behörden-Unterfangen dieser Art gab es bisher noch nie. Seit Beginn dieses Jahre sollen laut dem Generalstaatsanwalt mehr als 30 Fälle abgeschlossen, in denen US-Aufsichtsbehörden auf staatlicher oder örtlicher Basis wegen Betrugsverdachts ermittelten.

Potentielle Betrüger bekommen Behördenpost

Anlegern rät der Staatsanwalt vor allem, angebliche behördliche Lizenzen und Registrierungen von Bitcoin Börsen und Handelsplattformen zu hinterfragen. Über die Operation Cryptosweep widmet sich Maryland im Rahmen der Kooperation „Cryptocurrency Crackdown“ (Urheber ist der International Revenue Service) der Überführung von Steuerzahlern, die Gewinne aus Geschäften mit Bitcoin oder Altcoins wie Ripple oder Litecoin verschweigen. Zukünftig wird es für Anleger, vor allem aber für Krypto-Plattformen eng, wenn sie nicht alle Erträge angeben. Die Pressemitteilung verschweigt zum Glück aber nicht, dass es durchaus seriöse Angebote für direkte Investments in Kryptowährung und andere mit der Branche verbundene Produkte gibt. Bis zum Ende des Monats August sollen nun rund 10.000 vermeintliche Steuersünder Post von der Behörde bekommen.

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